Verträge unterzeichnet: Photovoltaik auf Schwetzinger Schuldächern wird weiter ausgebaut

Die Stadt Schwetzingen treibt den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent voran und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung. Nachdem auf den Dächern des Hebel-Gymnasiums und der Schimper-Gemeinschaftsschule bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Solarstrom erzeugt wird, werden die bestehenden Photovoltaikanlagen jetzt in einem nächsten Schritt erweitert. Die Inbetriebnahme der beiden neuen Anlagen ist für den Sommer 2026 vorgesehen. „Mit dem konsequenten Ausbau der Photovoltaik auf unseren kommunalen Liegenschaften setzen wir unseren Weg hin zu mehr Energieunabhängigkeit und Klimaschutz entschlossen fort. Gleichzeitig schaffen wir es, wirtschaftliche Vernunft und ökologische Verantwortung sinnvoll miteinander zu verbinden – ein Ansatz, der gerade auf kommunaler Ebene von zentraler Bedeutung ist. Im engen Schulterschluss leisten alle Beteiligten hier einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung sowie zur dauerhaften Senkung der Betriebskosten“, betont Oberbürgermeister Matthias Steffan.

Martina Braun, Jürgen Schmitt und Oberbürgermeister Matthias Steffan unterzeichnen gemeinsam mit Marcel Lehmayer und Rudi Lehmayer den Vertrag zur Erweiterung der PV-Anlagen auf den Dächern des Hebel-Gymnasiums und der Schimper-Gemeinschaftsschule
Marcel Lehmayer (links) und Rudi Lehmayer (rechts) freuen sich auf die Zuzsammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft Kurpfalz eG. Martina Braun, Jürgen Schmitt und Oberbürgermeister Matthias Steffan unterzeichnen gemeinsam mit den Geschäftsführern der SO.LE. green energy den Vertrag zur Erweiterung der PV-Anlagen auf den Dächern des Hebel-Gymnasiums und der Schimper-Gemeinschaftsschule. | Bildrechte: Bürgerenergiegenossenschaft Kurpfalz eG – Veröffentlichung: kostenfrei

Auf dem Dach des Hebel-Gymnasiums ist bereits seit April 2016 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 39,44 kWp in Betrieb. Die 136 Module erzeugen jährlich rund 38.000 bis 41.500 Kilowattstunden Strom, der nahezu vollständig von der Schule genutzt wird. Im Jahr 2024 lag die Eigenverbrauchsquote bei bemerkenswerten 99 Prozent, rund 14 Tonnen CO₂ konnten eingespart werden. Auch die Photovoltaikanlage auf der Schimper-Gemeinschaftsschule, die im Mai 2022 in Betrieb genommen wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zur lokalen Energieversorgung. Mit einer Leistung von 38,94 kWp erzeugt sie jährlich etwa 23.000 bis 35.000 Kilowattstunden Solarstrom, der ebenfalls zum überwiegenden Teil direkt im Schulgebäude verwendet wird.

Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Energiebedarfs werden die beiden Anlagen in den kommenden Wochen jetzt deutlich vergrößert. Auf dem Dach des Hebel-Gymnasium entsteht eine zusätzliche Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 99 kWp und 218 Modulen, die künftig rund 93 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen wird, etwa 63 Prozent davon kann die Schule direkt nutzen. Die jährliche CO₂-Einsparung wird bei rund 41 Tonnen liegen. Auf dem Dach der Schimper-Gemeinschaftsschule wird eine weitere Anlage mit 94 kWp installiert. Die 207 Module werden hier jährlich etwa 91 Megawattstunden Strom erzeugen, der Eigenverbrauchsanteil der Schule beträgt rund 81 Prozent, die CO₂-Einsparung etwa 40 Tonnen pro Jahr. Geplant und gebaut wurden die beiden PV-Anlagen unter der Regie der Stadtwerke Schwetzingen. Auch bei den jetzt anstehenden Erweiterungsmaßnahmen übernimmt der kommunale Energieversorger im Auftrag der Bürgerenergiegenossenschaft Kurpfalz (BEG) die Federführung und unterstreicht damit einmal mehr seine Rolle als verlässlicher Partner der kommunalen Energiewende.

Im Rahmen der Energiemesse Rhein-Neckar wurden jetzt die Verträge für das gemeinsame Projekt unterzeichnet. Mit an Bord sind die Stadt Schwetzingen sowie der Zweckverband Unterer Leimbach als Schulträger des Hebel-Gymnasiums beziehungsweise der Schimper-Gemeinschaftsschule. Vertreten werden sie durch Oberbürgermeister Matthias Steffan. Stellvertretend für die Bürgerenergiegenossenschaft Kurpfalz leisteten die Vorständin und Stadtwerke-Geschäftsführerin Martina Braun sowie ihr Vorstandskollege Jürgen Schmitt ihre Unterschriften, für das mit dem Anlagenbau beauftragte Unternehmen SO.LE. green energy GmbH die beiden Geschäftsführer Rudi und Marcel Lehmayer. Mit dem Neulussheimer Familienunternehmen setzt die BEG bewusst auf regionale Kompetenz und nachhaltige Innovationskraft. SO.LE. green energy bringt langjährige Erfahrung ebenso mit wie den erklärten Anspruch, die Energiewende vor Ort aktiv mitzugestalten und Tradition und Zukunft erfolgreich miteinander zu verbinden. „Dieses BEG-Projekt zeigt einmal mehr, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann – gemeinschaftlich, nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll. Als Bürgerenergiegenossenschaft ist es unser Ziel, die Menschen in der Region aktiv zu beteiligen und die Wertschöpfung vor Ort zu halten“, betonen Martina Braun und Jürgen Schmitt.

BürgerEnergie
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